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Im August 2016

VIAs unterwegs

Viele von uns entdecken aus unterschiedlichen Gründen interessante Ziele, sei es in unmittelbarer Nähe oder in weiter Ferne. Wander- und Reiselust treibt uns an und zeigt uns die Schönheiten der Natur und Kulturen.

Unter dieser Rubrik wollen wir von den vielseitigen Unternehmungen unserer Mitbewohner berichten und auch zur Nachahmung anregen.

 

11. August 2016

Erlebnis Nationalpark Nordschwarzwald

An diesem Tag hatten wir (Dietmute und Peter) das große Glück mit einem ehrenamtlich tätigen Nationalparkranger bei optimalem Wetter den noch jungen Nationalpark Nordschwarzwald auf dem Weg vom Ruhestein zum Wilden See zu erkunden. Diese Wanderung ist sicher einer der Highlights in dieser Region.

 

Durch unseren ortskundigen Führer gehen wir weniger frequentierte Wege bzw. Pfade. Dichter Wald und Grindenlandschaft werden durchquert verbunden mit herrlichen Ausblicken über die Wälder mit unserem Ziel, dem Wilden See.

 

Der idyllisch gelegene Wilde See ist ein Karsee und Relikt aus der letzten Eiszeit. Auf unserer Wanderung erfahren wir durch unseren Nationalparkranger viel über Fauna und Flora und können spätestens jetzt Weißtanne und Fichte aufgrund ihrer Tannenzapfen unterscheiden. Auch der "böse" Borkenkäfer wird immer wieder thematisiert.

Es gibt, je nach Kondition und Trittsicherheit der Wanderer, verschiedene Wege vom Ruhestein zum Wilden See und zurück. Wir wählten die etwas urige Variante. Es lohnt sich, den Nationalpark Nordschwarzwald direkt vor unserer Haustüre zu erforschen und zu erwandern.

 

 

 7. August 2016

Gertelbach-Rundweg in Kombination mit dem Luchspfad

Gerade bei sonnigem Wetter ist dieser Weg zu empfehlen. Der Start ist oberhalb von Bühlertal beim Wanderparkplatz Gertelbach.

Durch den schattig kühlen Grund geht es stets aufwärts entlang des Gertelbaches mit den Wasserfallkaskaden. Der Weg ist mit entsprechendem Schuhwerk gut zu begehen. Der Bachlauf mit den großen Steinquadern beeindruckt mit seiner Wildheit.


 

Nach dem Erreichen der Wiedenfelsen haben wir einen Abstecher zum nahen Plättig gemacht, um den ca. 4 Kilometer langen Luchspfad kennenzulernen.

Die Fortsetzung des Gertelbachrundweges ergibt sich danach zwanglos. Die gute Beschilderung führt uns, wie geplant, rasch zur Hertahütte mit ihrem großartigen Panorama über Bühlertal und die Rheinebene.

Nicht mehr weit ist es von dort zur Kohlbergwiese mit seinem Gasthaus und großem Spielplatz. Von dort geht es zurück nach Bühlertal. Die sehr abwechslungsreiche Wanderung ist sehr zu empfehlen.

 

Juli 2016

Unser Vincent erlebt London

Vincent, der mit seinen Eltern und Bruder in unserer Wohnanlage lebt, ist zwingend auf seinen Elektrorollstuhl und Begleitperson angewiesen. Von London war Vincent begeistert, da er auf keine Barrieren gestoßen ist. So konnten er, Bruder und Eltern London nahezu unbeschwert genießen - eine  nicht so selbstverständliche Möglichkeit beim Besuch einer europäischen Hauptstadt.


Die Reise geht von Baden-Baden über Köln nach Brüssel. Dort wird der Eurostar bestiegen, der durch den Tunnel unterm Ärmelkanal nach London fährt.

Bei Ankunft im Bahnhof in London wird der Weg für Vincent durch eine bestens geeignete Rampe bereitet, auch das Busfahren erweist sich als problemlos. Hotelzimmer mit Bad sind natürlich ebenfalls großzügig und barrierefrei eingerichtet. So kann sich Vincent mit seiner Familie in den Hauptstadttrubel stürzen bzw. fahren.


Der Besuch des Geschäftes von M&M mit seinen Süßigkeiten begeistert ebenso wie das Erkunden der Stadt mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten. Besonders angetan war Vincent aber von dem Bauchwerk der Towerbridge, deren Brücken er problemlos befahren konnte und aufgrund des Glasbodens im oberen Brückenbereich ungewohnte Tiefblicke auch als Rollstuhlfahrer erleben konnte.

 

Anlässlich einer Diashow in unserem Gemeinschaftsraum konnte Vincent von seinem erlebnisreichen Ausflug nach London ausführlich einem großen, interessiertem Publikum berichten. (Siehe unter der Rubrik "Aktuelles").

Die Begeisterung vom Stadtleben - bis der Akku (vom Rollstuhl) fast leer ist.

 

 

 

 

Juli 2016

Wanderung von Gernsbach nach Loffenau

Der Turmchor, dem Überrest der alten Hl.-Kreuzkirche in Loffenau, die schon um 1400 bestand, birgt ein kunsthistorisches Kleinod: Spätmittelalterliche Fresken, die in den Jahren 1440 bis 1455 erstellt und nach dem 2. Weltkrieg durchgreifend restauriert wurden. Es sind die einzigen größeren Freskomalereien im Schwarzwald. Von weit überregionaler Bedeutung ist die "Hostienmühle", eine eigenwillige Darstellung dieser mittelalterlichen Legende.

 

Dorthin pilgerte eine kleine Gruppe VIAs - von Gernsbach durch das schöne Laufbachtal.

 

Alle Wände und Fensterbögen tragen Darstellungen aus biblischen Geschichten. Durch eine fachkundige Führung wurden sie für uns wieder lebendig. Ein wirklich lohnenswertes Ziel.

 

Mai 2016

Tina und Klaus in Irland

Tina und Klaus schreiben:" Irland war bisher ein weitgehend leerer Fleck auf unserer Landkarte - interessant, aber ohne konkreten Bezugspunkt. Bis wir von Freunden erzählt bekamen, es gebe eine 10-tägige Studienreise unserer Gewerkschaft nach Nord-West-Irland. Spontan beschlossen wir mitzureisen.

Wir erlebten 10 wunderbare Tage im Mai in Irland. Fast nur bei Sonne waren wir mit unserer Gruppe unterwegs an den unterschiedlichsten Plätzen: Gartenanlagen, einer Friedens"werkstatt", in Dublin mit Führung durch einen Städtebau-Architekten, auf der Aran-Insel,

auf den Spuren Heinrich Bölls, in einer Schule für irische Musik und Tanz,

einer Whiskey-Brauerei, einem Ort des Widerstands gegen eine Shell-Pipeline, einer Naturschutzeinrichtung, am Geburtsort des Dichters William B. Yeats und am Heiligen Berg Croagh Patrick - immer begleitet und im Bus gefahren von einem deutschen Reiseleiter, der seit 40 Jahren in Irland verheiratet ist und die Insel, ihre Menschen und ihre Geschichte wie seine Westentasche kennt.

Die irische Geschichte beeindruckte uns tief. Einerseits war Irland vor über 1500 Jahren ein europäisches Zentrum des aufstrebenden Christentums. Andererseits wurde es 1000 Jahre später seit Heinrich VIII. von England zu einem Armenhaus, dessen Bevölkerung zu großen Teilen brutal unterdrückt und ausgebeutet wurde. Bis heute hält die Benachteiligung irischer Bürger gegenüber Engländern an.

Tiefen Ausdruck findet die irische Geschichte und die Befindlichkeit der Iren in ihrer Musik, in der Erinnerung bewahrt, aber auch das heutige Lebensgefühl ausgedrückt und gepflegt wird.


Randvoll mit Eindrücken, Bildern und Gefühlen kamen wir zurück- fest entschlossen, die nächste Irland-Reise in den Südwesten im nächsten Jahr mitzumachen.

 

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