30. September 2016

Computergrafiken und Holzschnitte von Wolfgang Lemke

In unserem Gemeinschaftsraum haben Ausstellungen seit 2009 Tradition. So konnten die Mitglieder der Kunst-AG zur 27. Ausstellung einladen. Wieder war das Interesse am Künstler und unserem Wohnprojekt sehr groß.


Musikalisch umrahmt wurde der Abend von Katharina Makosch mit Gesang dabei begleitete sie sich auf der Gitarre selbst. Alle Lieder hatte sie selbst getextet und komponiert - und erntete mit ihren Folksongs viel Beifall.

Im Dialog wurde anschließend der Künstler, Wolfgang Lemke, von Tamara vorgestellt.


Über die Fotografie ist Herr Lemke, der als Ingenieur in der Luftfahrt und Medizitechnik tätigt war, zur Computergrafik gekommen. Dazu sammelt der Künstler Bilder auch aus den Medien als Rohmaterial, um sie dann am Computer zusammenzusetzen und zu entfremden.

 

Eine anderes Druckverfahren, so Wolfgang Lemke, stellt der Holzschnitt dar. Hier muss der Druckstock selbst gefertigt werden, um später das Bild drucken zu können, erfordert somit handwerkliches Geschick und Können. Beide Gestaltungsformen enden somit, wenn auch sehr unterschiedlich, mit Ausdruckverfahren. Dabei macht er beim Holzschnitt alle Bearbeitungsschritte selbst.

 

Der Holzschnitt, so erklärte der Künstler dem interessierten Publikum, sei seine Lieblingstechnik.

Wie immer gab es bei Sekt und kleinem Imbiss den Ausklang mit reichlich Gesprächsstoff. Wie vielseitig Kunst sein kann, bewiesen unsere Mitglieder der Kunst-AG ein weiteres Mal mit der 27. Ausstellung. Diese Ausdauer verdient großen Dank!

 

 

16. Juli 2016

Heterotopien, Malerei von Cornelia Schlothauer

regelmäßig lädt unsere unsere Kunst-AG zu Vernissagen ein. Dieses Mal unter einem außergewöhnlichen Thema "Heterotopien". Da stellt sich spontan die Frage: Was bedeuten in diesem Zusammenhang Heterotopien? Der Philosoph Michel Foucault verwendet dazu den Begriff des Anderen Ortes für physisch vorhandene, lokalisierbare Orte, die jedoch außerhalb üblicher gesellschaftlicher Räume liegen. In der Anatomie bezeichnet der Begriff Heterotopien korrekt gebildetes und funktionierendes Gewebe, das sich nicht an der anatonomisch üblichen Stelle findet.

Über die Malerei, so Frau Schlothauer, hat sie eine Brücke, sich Orte vorzustellen, über die sie sonst in der Realität keinen Zugang bekommt. Sie vergrößert dann ihre Vorstellungen und es wird ein Bild daraus mit realem Bezug. So z. B. Nervenzellen oder eine Maiglöckchenwurzel, diese sind in der Natur winzig, in der Malerei dagegen werden sie riesig.

 

Das Interesse an der Vernissage mit Frau Schlothauer war wie gewohnt sehr groß. Frau Cornelia Schlothauer lebt in Frankfurt/M. Nach Lehrtätigkeiten an der J.W. Goethe Universität Frankfurt und am Institut der Schönen Künste, Universität der Repuplik Uruguay, lehrt sie seit 2013 am Standort Ronneburgstraße an der Freien Schule Frankfurt/M. an deren Aufbau sie mit beteiligt war.

Ruben Oesterle , oben links, gab mit seiner herausragenden musikalischen Darbietung am Klavier der Vernissage einen würdigen Rahmen.

 

 

 

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