April 2019

"Ab ins Wohnprojekt" ein Buch von Lisa Frohn

Untertitel: Wohnträume werden Wirklichkeit

Dieses Buch ist ein Muss für alle, die sich für dieses Thema interessieren.


Träume und Visionen sind schön und wichtig und führen dazu, uns auf den Weg, sie zu realisieren, zu machen. Damit das Projekt auch gelingt und der Frust nicht zu groß wird, ist viel Vorarbeit und Information wichtig. Das Buch von Frau Frohn ist dabei äußerst hilfreich, da sehr gut recherchiert.

Hier ein Auszug, der Euch neugierig auf Mehr macht!

Es müssen alle, die gemeinschaftlich wohnen und leben wollen, selbst loslegen, selbst gründen, selbst bauen, selbst organisieren und selbst verwalten. Und dafür bekommen sie kein Geld. Die ganze Arbeit ist freiwillig und ehrenamtlich.

Die meisten Wohnprojektinitiativen scheitern. Es gibt Schätzungen, denen zu Folge nur etwa zwei Prozent aller Initiativgruppen am Ende wirklich ein gemeinschaftliches Wohnprojekt realisieren. Und diejenigen, die wirklich erfolgreich sind, brauchen oft viele Jahre vom Entwickeln ihrer Idee bis zum Einzug. In der Regel sind es acht bis zehn Jahre, dabei gibt es kaum ein Projekt, das nicht früher oder später mit grundsächlichen Herausforderungen konfrontiert war.

Die Gemengenlage ist komplex.

Es geht um weiche und um harte Faktoren. Mit weich ist alles gemeint, was im zwischenmenschlichen Bereich stattfindet: Gemeinschaftsbildung, Kommunikation, soziale und psychosoziale Aspekte, Strategien für Konfliktlösungen, Prozesse der Meinungsbildung und Entscheidungsfindung, alles was das Miteinander angeht.

Harte Fakten sind technischer, finanzieller und juristischer Art. Hier geht es um Verträge, Kredite, Gesetze, Statuten, um alles was beim Bauen, Kaufen, Mieten und dem Markt zu tun hat.

Träumen führt dabei zu gemeinsamen Visionen und ohne Vision gibt es kein Projekt – Träumen, Planen, Handeln, Feiern. Man sollte sich immer im Klaren sein, was man geschafft hat und sich auch an kleinen Erfolgen erfreuen.

Um ein Projekt erfolgreich umzusetzen, braucht jede Gruppe Akteurinnen und Akteure, die die Anliegen ihrer Gruppe nach außen vertreten. Es müssen Gespräche und Verhandlungen geführt werden. Im Architekturbüro, beim Notar, beim Finanzberater, beim Liegenschaftsamt, beim Wohnungsamt.

Wer die Sprecherrolle für die Projektgruppe übernimmt, kann keine eigenständige Entscheidungen treffen, sondern muss sich immer rückversichern, sich mit den anderen absprechen und das Votum der Gruppe einholen. Das ist eine Dienstleistung, die freiwillig und ehrenamtlich für eine Gruppe erbracht wird, aber auch eine private Rolle, da es auch um die eigene Lebensgestaltung geht.

Die Fähigkeit zu unternehmerischem Denken ist für das Gelingen von gemeinschaftlichen Wohnprojekten von großer Bedeutung. Meistens sind es nur wenige in einer Gruppe, die das können.

Gruppen brauchen Leute, die wie Selbstmacher ticken. Deren Lust und Energie auf Handeln ist anders als die von Mitmachern. Damit ein Projekt gelingt, sind beide wichtig, diejenigen, die mitmachen und diejenigen, die selbst machen. Wenn sie es schaffen, zusammenzuarbeiten, sich gegenseitig wertzuschätzen und in ihrem Anderssein zu respektieren, ist das eine gute Mischung, die erfolgreich sein kann...

Mehr von der vielseitigen Tätigkeit von Lisa Frohn unter:

www.werkstattfuermiteinander.com 

 

 

 

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