1. Juli 2016

Zum fünften Mal - Schüler aus Gomel zu Besuch

2012 hatten wir die Schüler aus Gomel zum ersten Mal zu einem gemeinsamen Mittagessen in unseren Gemeinschaftsraum eingeladen. 2016 sollten sie nun ein letztes Mal von uns mit einem leckeren Mittagessen verköstigt werden. Nach 22 Jahren beendet die Gomelhife Baden-Baden mit ihrem Vorsitzenden Detlef Wagner ihr jährliches Programm.

Das Richard-Wagner-Gymnasium und der Verein Gomelhilfe Baden-Baden unterstützten jahrelang ihre Partnerschule Nr. 35 in der Stadt Gomel, die in Weißrussland liegt, nur etwa 100 Kilometer von Tschernobyl entfernt. Der Ort war von der schweren Nuklearkatastrophe besonders betroffen. Die Aufgabe des Vereins war es, den Kindern vor Ort zu helfen und ihnen auch Erholungsaufenthalte in Deutschland zu ermöglichen.

 

Zum Dank für unsere Gastfreundschaft trugen die Kinder Gedichte in deutscher Sprache vor und gaben Tanz-, Sport- und Musikdarbietungen - ein abwechslungsreiches perfekt eingeübtes Programm zur Freude der anwesenden VIAs.

 

Zum Abschluss bedankte sich die Schulleiterin Frau Larysa Lych auch im Namen der Schüler mit zu Herzen gehenden Worten ob der wunderbaren Geste der Völkerverständigung.

27. Mai 2016

Lesung mit Gioseppe Boscia

Die Literatur AG des VIA-Wohnprojekts hatte, nach den vergangenen Literaturthemen u.a. Ärzte in der Literatur, Lieblingsballaden der Mitbewohner, wieder einmal zu  einer Lesung eingeladen.

Der Autor Giuseppe Boscia las aus seinem Buch "Erzähl mir von dir, Papa". Wie kam G. Boscia zum Schreiben dieses Buches? Sein Sohn Dario wollte anstatt der abendlichen Gute-Nacht-Geschichten eine "richtige Geschichte" hören, eine aus dem Leben des Papas.

Das war der Beginn der Lebensgeschichte des Peppino, der mit seinen Eltern als einer der ersten Gastarbeiterfamilien von dem kleinen Keramikstädtchen an der Nordküste Siziliens in das kleine Schwarzwaldstädtchen Hausach in die Suppagasse im Juni 1960 auswanderte.

 

 Eindrücklich schildert der Autor seine Erfahrungen als Elfjähriger ohne Kenntnis der deutschen Sprache, seine Begegnungen mit den hilfsbereiten Nachbarn, aber auch den langen Weg durch die Gesetze, bis er endlich eine Berufsausbildung machen konnte.

Die Lesung war für uns gerade in der jetzigen Zeit der sogenannten Flüchtlingskrise ein wichtiger und interessanter Abend.

Das Besondere an diesem Abend war, das Guiseppe Boscia die einzelnen sehr eindringlichen und humorvollen Leseabschnitte mit Liedern aus seiner sizilianischen Heimat leidenschaftlich untermalte.

s. auch Vernissage Frau Marita Hornberger vom 22. April 2016

25. April 2016

Am Pariser Ring sind viele Bewohner aktiv...

so stand es in der lokalen Presse, anlässlich der 25. Ausstellung unserer Kunst-AG in unserem Gemeinschaftsraum.

Das VIA-Wohnprojekt vereint in jeder Hinsicht sehr aktive Bewohner, denn es gibt etliche Arbeitsgemeinschaften, die sich alle großer Beliebtheit erfreuen, seien dass die Wanderer, der Literaturkreis, die Gymnastikgruppe oder die Cineasten und andere mehr.

Beruflich eng mit der Kunst verbunden, hatte Tamara Tziroulnikoff im Sommer 2009 die Kunst-AG gegründet. Mit im Boot sind Lilli, Helga und Gisela, die sich um Pressearbeit, die Organistion der Vernissagen, vom Catering bis zum Hängen der Bilder, kümmern.

Prominentester Kunstschaffender war bisher, Albert Kiefer, der Vater des großen Anselm Kiefer (s. Archiv). Besonderer Wert wird dabei auf abwechslungsreiche Ausstellungen gelegt, deren Duktus sich nicht permanent wiederholen sollte. Zum Abschluss eines jeden Jahres steht die Schau "Via Creativ" an, hier können sich die 36 Bewohner des Via-Wohnprojekts selbst einbringen. (Textquelle: BT vom 25. April 2016)

 

22. April 2016

25. Kunstausstellung mit Marita Hornberger

Die seit 6 Jahren bestehende Kunst-AG im VIA-Wohnprojekt mit Tamara, Gisela, Helga und Lilli hatte mit der Vernissage von Frau Marita Hornberger ein beachtliches Jubiläum zu feiern -  in dem relativ kurzen Zeitraum des Zusammenlebens eine Leistung, die von großer Begeisterung zeugt. Kein Wunder, dass dieser Jubiläumsausstellung im Rahmen der Vernissage viel Aufmerksamkeit entgegenbracht wurde, u.a. mit einem Bericht in der lokalen Presse.

Die Künstlerin zeigt Arbeiten in Öl auf Maltuch, experimentelle Holzschnitte auf Japanpapier oder schnelle gestische Gouachen nach Modellen, die wiederum einen Kontrast zur Ölmalerei bilden. Dabei folgt Marita Hornberger beim Malen einem inneren Drang, um die Erfahrungen der Welt zu vermitteln und gleichzeitig zum Gesehenen Stellung zu nehmen.


Die Vernissage, die wieder auf ein beachtliche Interesse stieß, wurde von Giuseppe Boscia mit Arien umrahmt, begleitet von Roselie da Silva am Klavier.

  

3. April 2016

Michael, der Weltenbummler

 

Dresden- Dakar- Banjul (Gambia) - es war schon eine ungewöhnliche Reise mit einem nicht alltäglichen Grund, die unseren Mitbewohner Michael nach Afrika geführt hatte. Gespannt lauschten wir seinem Reisebericht in Wort und vielen eindrucksvollen Bildern.


20 Tage waren sie unterwegs, 7000 km durch 7 Länder haben sie zurückgelegt, davon 600 km offroad. Es ist eine ungewöhnliche Rallye. Statt Schnelligkeit zählen unterwegs Fairness und Hilfsbereitschaft unter den ca. 50 teinehmenden Teams.

 

Der gute Zweck: Die bei der Rallye benutzten Fahrzeuge werden kurz nach der Ankunft in Gambia auf einer Versteigerung zum Kauf angeboten. Das Geld und mitgebrachte Sachspenden werden über eine seriöse Hilfsorganisation verteilt. Dabei ist für die unterstützten schulischen, medizinischen und gesellschaftlichen Projekte in Gambia diese Rallye die wichtigste Finanzierungsquelle. Die Rallyeteilnehmer können sich persönlich ein Bild über die unterstützten Projekte machen und sind bei den Spendenübergaben anwesend.

Nach dem lebendigen Reisebericht von Michael waren wir von dieser Idee begeistert und überzeugt, dass auch eine Portion Mut für das Umsetzen erforderlich ist. Unser Michael war zumindest wieder gesund nach Hause gekommen.

 

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