22. März 2016

Ausstellung "Fukushima, Tschernobyl und wir" im Foyer Klinikum Mittelbaden Baden-Baden-Balg

Die Anti-Atom-Initiative Baden-Baden organisierte eine Ausstellung im Foyer der Klinik in Balg anlässlich der Atomkatastrophen von Fukushima (5. Jahrestag) und Tschernobyl (30. Jahrestag).

In eindrücklichen Bildern, erklärenden Grafiken und mit knappen Texten erzählen  Plakate von den Hunderttausenden AufräumarbeiterInnen, deren Leben und Gesundheit Tschernobyl ruiniert hat, ebenso wie von den kranken und heimatlosen Kindern aus Fukushima. Sie zeigt, wie 1986 der radioaktive Fallout über ganz Europa niederging und bis heute noch nachweisbar ist. Sie dokumentiert das vergebliche Bemühen in Japan, den durch den Super-Gau von Fukushima kontaminierten Boden flächendeckend abzutragen.

 

Sie öffnet somit die Augen dafür, dass viele Millionen Menschen auf der ganzen Welt gesundheitliche Folgen der Atomtests und Atomkatastrophen zu tragen haben. Und sie spannt den Bogen zu den Atomkraftwerken, die hierzulande noch immer laufen: Auch hier ist eine Katastrophe jederzeit möglich - diesseits und jenseits von nationalen Grenzen.

Die Vernissage zur Ausstellungseröffnung war am 22. März um 18:30 Uhr und wurde vier Wochen lang gezeigt.

 

 

11.März 2016

5 Jahre Fukushima

 

Kaum eine Katastrophe blieb uns so im Gedächtnis wie die Katastrophe von Fukushima. Durch das verheerende Erdbeben, in dessen Folge ein Tsunami ganze Küstenstreifen zerstörte und über 15 000 Menschen ihr Leben verloren, wurde auch das Atomkraftwerk Daiichi Nahe Fukushima derart zerstört, dass es im Verlauf als Supergau zu einer Kernschmelze kam. Danach mussten über 150 000 Menschen  wegen der Strahlenbelastung ihre Heimat verlassen. Radioaktiv verseuchtes Kühlwasser floss ins Meer. Der finanzielle Schaden wird mit knapp 100 Milliarden Euro angegeben. Und noch immer ist die Lage vor Ort nicht ganz unter Kontrolle.

 

Solch eine Katastrophe hatte bisher niemand für möglich gehalten, warum ist sie trotzdem passiert?

 Nein, das reicht offenbar alles nicht aus, um das Zerstörungspotential für Mensch und Umwelt eines Atomkraftwerkes aufzuzeigen.

Die nächste Katastrophe kann auch bei größter Sorgfalt nicht ausgeschlossen werde. Trotzdem weigern sich Verantwortliche zumindest überalterte, marode und erheblich störanfällige Kernkraftwerke wie Fessenheim und Cattenom in unmittelbarer Nähe zur deutschen Grenze stillzulegen.

Warum produzieren wir Atommüll, der 100 000 Jahre strahlt und den kommenden Generationen übereignet werden muss?

Warum müssen wir auf das nächste Fukushima oder Tschernobyl warten?

Die Antiatominitiative Baden-Baden, in der auch Mitbewohner von uns aktiv sind, hatte somit allen Grund, im Rahmen der Mahnwache auf dem Leopoldsplatz in Baden-Baden der Bevölkerung all diese schlimmen Tatsachen wieder ins Bewusstsein zu bringen. Abschalten! Sofort!

 

 

 

9. März 2016

5 Jahre seit Fukushima - Lesung und Diskussion mit Sylvia Kotting-Uhl MdB

Anlässlich des 5. Jahrestages der Katastrophe in Fukushima hatten die Mitglieder der AAIBB (Antiatominitiative Baden-Baden) der attac-Regionalgruppe Baden-Baden Frau Sylvia Kotting-Uhl, MdB, zu einer Lesung mit anschließender Diskussion in unseren Gemeinschaftsraum einladen können.

Sylvia Kotting-Uhl zeigte Bilder von ihrer Fukushima-Reise im Jahre 2013 und las dazu aus ihrem Reisetagebuch. Es wurde überdeutlich, dass die Region Fukushima damals und weiterhin schwer unter den Folgen der Atomkatastrophe leidet. Besonders sichtbar wurde dies an den Tausenden von schwarzen Plastiksäcken, die man überall einzeln oder zu Bergen aufgestapelt liegen sah, in denen verseuchte Erde "aufbewahrt" wird. Niemand weiß, wohin damit, also bleiben sie in der Landschaft liegen.  Die Plastikfolien haben eine Lebensdauer von 3 Jahren....

 

 

März 2015

VIA-Jahrbuch 2015

Die schöne Tradition, die Aktivitäten der Gemeinschaft oder Bewohner in Wort und Bild als Buch festzuhalten, wurde auch in diesem Jahr weiter geführt. So liegt nun schon das 6. VIA-Jahrbuch vor.


Das Inhaltsverzeichnis mit 45 Hinweisen zu sehr unterschiedlichen Themen und Erlebnissen, über die ein Beitrag erstellt wurde, zeugt von den regen Aktivitäten einer lebendigen Gemeinschaft im vergangenen Jahr, auch wenn sich nicht alle Mitbewohner mit der Dokumentation von politischen Aktivitäten z. B. gegen TTIP, Fremdenfeindlichkeit und Atomenergie anfreunden konnten.

Im Vorwort zu diesem Jahrbuch können wir  lesen: Viel Interesse wird dieser Wohnform inzwischen entgegengebracht. Es gibt bereits die ersten Studien und immer mehr Wohnprojektetage mit Erfahrungsaustausch. Vieles kommt uns dabei bekannt vor.

Nach der Aufbruchstimmung mit Euphorie zieht auch in diesen Wohnformen der Alltag ein. Probleme im Zusammenleben gibt es eben überall dort, wo Menschen eine Gemeinschaft suchen.

Daher darf der Blick nicht einseitig auf Wohnformen gerichtet werden - richtig ist vielmehr, dass es um dort lebende Menschen geht. "Wohnprojekte", so sagt das "Forum für Gemeinschaftliches Wohnen", "sind weder Wohngemeinschaft noch Baugruppe, sondern Individualisten mit gänzlich unterschiedlichen Biographien aber ausgeprägtem Gemeinschaftssinn und Verantwortungsbewusstsein".

 

Februar 2016

Schmackhafte Gerichte

Früh wuchs in diesem Jahr der Bärlauch im nahen Wald. Einige Hausbewohner sammeln ihn und bereiten schmackhafte Gerichte. Eine feine Bärlauchsuppe und Bärlauchquark mit Pellkartoffeln wurden von Frieder und Peter, wie bereits im letzten Jahr, zubereitet.

 

Judith und Tina bereiteten zur Gaumenfreude der Bewohner ein Gemüsegericht. Da lief uns schon beim Zuschauen das Wasser im Mund zusammen! Und schmeckte natürlich, wie man sieht, allen köstlich.

 

 

Die sogenannte Suppenküche ist ein Mittagstisch bei dem Bewohner für Bewohner  kochen, somit ein schönes Gemeinschaftserlebnis.

 

29. Januar 2016

Angelika Kaupert - Ehrliche Bilder

Sehr großes Interesse erfuhr die Vernissage anlässlich der Gemäldeausstelung von Angelika Kaupert in unserem Gemeinschaftsraum. Hatte doch die Künstlerin schon in Orten wie New York, Berlin und St. Paul de Vence ausgestellt.

 

Es sind Bilder, die dem Auge des Betrachters gut tun, da sie mit Komplementärfarben angelegt sind. Dies sind Farben aus dem Farbenkreis, die sich gegenüber liegen. Dabei verleiht Frau Kaupert ihren Bildern eine oft asketische Bildsprache. Diesbezüglich wurde in der Einführung ein chinesisches Sprichwort zitiert, das besagt: Große Kunst ist dann erreicht, wenn man nichts mehr weglassen kann.


Blütenbilder von Frau Kaupert zeigen dagegen wiederum oft eine explosive Dynamik.

So war unser Gemeinschaftsraum wieder einmal mehr Schauplatz und Magnet für ein nicht alltägliches Ereignis, das durch die zahlreichen Gäste entsprechend honoriert wurde. Unseren emsigen Mitgliedern der Kunst-AG gebührt daher  großer Dank!

16. Januar 2016

Gegen Rassismus und Gewalt

7 Tausend Demonstranten haben in Stuttgart Nein zu Rassismus und Gewalt gesagt, auch Vertreter von VIA waren dabei. Ein Bündnis aus mehr als 80 (!) Organisationen - darunter Gewerkschaften, Parteien, Kirchen und Migrantenvereine - unterstützten die Aktion.

      

Die eigene Meinung dazu durch persönliche Präsenz zeigen und kund tun. Dies im Kontrast zu den sogenannten sozialen Medien. Dort gehen bei der Diskussion um das Thema "Menschen auf der Flucht", gefördert durch die gesichtslose Anonymität, Maß und Mitte inzwischen angsterregend verloren. Vernunft wird übertönt durch rabiat vorgetragene Meinungen mit Alleinstellungsanspruch und übelster Diffamierung Andersdenkender.

Endlich nachdenklich werden hinsichtlich der Fluchtursachen ! Wir alle lieben unsere Heimat. Was aber, wenn uns die Lebensgrundlage dort unverschuldet entzogen wird und an diese Stelle große, berechtigte Angst um Leib und Leben tritt?

Wohl dem, der dann Freunde findet, für die Schutz und Gastfreundschaft selbstverständlich sind, und das nicht nur, weil dies bei uns gesetzlich verankert ist.

 

 

 

 

 

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